Neunte Woche - Abschlussbericht

Die neunte Woche, die ich nur noch halb in Barcelona verbracht habe, startete am Wochenende einem besonderen Highlight. Ich bin mit den anderen Praktikanten von Zurich gemeinsam in das Fußballstadion „Spotify Camp Nou“ gegangen und wir haben uns das Spiel FC Barcelona gegen Real Valladolid angeschaut wobei der FC Barcelona 4-0 gewonnen hat. Eine unglaubliche Stimmung war im größten Fußballstadion Europas mit knapp 83.000 Zuschauern an diesem Tag. -die Gesamtkapazität des Spotify CampNou beträgt ca. 99.300 Zuschauer.

Unter der Woche waren wir am Montag nach der Arbeit gemeinsam Mittagessen, als Abschluss meines Praktikums. Grundlegend bestand diese Woche noch aus einigen Meetings und der Kontrolle der Arbeit der anderen Praktikanten, die diese zuvor von mir übernommen hatten.

Am Mittwoch hieß es dann Abschied nehmen, ich wurde von allen herzlichst verabschiedet und sogar der „Big-Boss“, wie sie heißt ist vorbeigekommen um mir für meine Arbeit zu danken und sich zu verabschieden.

FAZIT: Alles in allem waren die letzten zwei Monate voll mit wirklich wertvoller Erfahrung und ich kann es nur jedem der interessiert ist nahelegen, diese Erfahrungen auch zu sammeln.
Nicht nur auf dem Lebenslauf macht sich ein Auslandspraktikum gut, sondern auch das eigene Verständnis für z.B.: globale Zusammenhänge, Problemlösungen im Betrieb und vieles mehr wächst von Tag zu Tag. Auch die eigenen Skills werden hier gefordert und gefördert durch die Sprache aber auch die verschiedenen Tätigkeiten und Auseinandersetzungen mit verschiedensten Menschen.

Es gibt sehr viel, was ich hier besonders hervorheben könnte jedoch finde ich es von erheblicher Bedeutung zu betonen, dass besonders die Arbeit in diesem internationalen Team und an den internationalen Programmen sehr viel dazu beigetragen hat, neues zu entdecken vor allem viel zu lernen. Dies hat vor allem den Grund, dass dieses Team mit Mitarbeiten auf der ganzen Welt vernetzt ist und man somit nicht lokal beschränkt ist. Ich habe also fast weltweit gearbeitet von nur einer anderen Stadt - und viele neue Leute kennengelernt.

Zum Abschluss ein letzter Satz:Ich würde es genau so wieder machen, wenn ich nochmal in meiner Ausgangssituation wäre.

An meinem Vorletzten Wochenende habe ich vor allem den Strand besucht, ich habe mich sowohl Samstag als auch Sonntag überwiegend an den Strand gelegt und die kurze Distanz zwischen meiner Wohnung und dem Strand ausgekostet. Auf der Arbeit war es meine Aufgabe, die Tätigkeiten die ich bis zu diesem Zeitpunkt ausgeführt habe an andere zu übergeben und dafür Trainingstermine anzusetzen. Zuerst habe ich eine Übersicht aller meiner Tätigkeiten zusammengestellt und diese dann nach der Frequenz in der diese fällig sind geordnet.

Danach habe ich einen Trainingsplan für die gesamte Woche erstellt und mit den wichtigsten und komplexesten Themenbereichen begonnen. Ich habe für jedes Training ein Microsoft-Teams Meeting angesetzt und jedes einzelne aufgezeichnet, damit die Erklärungen im SharePoint von Zurich gespeichert sind. Nach der Erklärung sollten meine Aufgaben schon von den anderen übernommen werden, aus diesem Grund war es meine Hauptaufgabe zu helfen und abschließend zu kontrollieren um durch die Übergabe der Tätigkeit den Fortschritt des Projektes nicht zu gefährden.

2022 Praktikum Barcelona10 360x480Am Wochenende habe ich den Nachbarort von Barcelona „Sitges“ besucht. Ein netter kleiner Ort nicht einmal eine Stunde mit dem Zug von Barcelona entfernt. Sitges ist für Touristen aber auch für Einheimische ein beliebtes Ausflugsziel aus der Metropole Barcelona. So war es auch an diesem Wochenende ziemlich voll. Ich habe an dem Tag vor allem Wettertechnisch viel erlebt, anfangs war es sehr sonnig und warm bis das Wetter plötzlich umgeschwungen ist und es Eisregen gab. Der Eisregen ist dann nach kurzer Zeit in starken Regen übergegangen und der Ort stand nahezu gänzlich unter Wasser. Während des Eisregens habe ich mich wie viele andere unter die Verkaufsstände von Strandhändlern gerettet welche dies freundlicherweise angeboten haben. Nach ca. einer Stunde war von den Wassermengen in Sitges nichts mehr zu sehen und die Stadt war bei Sonnenschein so wie vorher.

Der Montag war ein Feiertag hier in Spanien, sodass ich an diesem Tag einen Spaziergang durch das Street Festival in Gracia gemacht habe wo viele Anwohner ihre Straßen nach einem bestimmten Motto wie z.B. Haus des Geldes oder New York geschmückt haben und bei lauter Musik und Bier feiern. Auf der Arbeit habe ich weiterhin an dem Projekt gearbeitet, wo es jetzt in die Phase geht, wo viele RC’s ihre Dokumente übermitteln und durch den straffen Zeitplan zum Upload der Dateien die Dringlichkeit für die Bearbeitung derer erheblich steigt. Außerdem habe ich von den Verantwortlichen im Unternehmen den Auftrag bekommen, für die kommende Woche meine Tätigkeiten für das Projekt in Trainingssessions an andere Mitarbeiter zu übergeben und diesen in der ersten Zeit dabei zu helfen.


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In meiner sechsten Woche des Praktikums in Barcelona habe ich weiter an dem mir zugeteiltem Projekt gearbeitet. Hierbei geht es darum, die neuen Zurich globalen Standards der Verträge in die einzelnen RC’s zu senden, diese prüfen und ergänzen bzw. kürzen oder ändern die Wortlaute und schicken die Dokumente dann zurück. Meine Hauptaufgabe ist es, die Veränderungen, die in einer eigenen Tabelle erfasst sind, in eine Microsoft-Excel Vorlage umzuwandeln die passend ist um die Informationen der RC’s in das Datenbanksystem von Zurich hochzuladen. Dies geschieht für alle RC’s in denen Zurich präsent ist bzw. Partnerschaften hat. Besonders wichtig ist es hierbei, auf die Abweichungen zum Standart bzw. Besonderheiten wie z.B. das eine bestimmte Klausel erforderlich ist zu achten und diese in die Vorlage zu übernehmen. Solche Abweichungen oder Besonderheiten kommen zustande, in dem diese z.B. in dem Land um das es sich handelt vorgeschrieben sind oder auch verboten bzw. unüblich sind.

Außerhalb der Arbeit habe ich einen Ausflug mit dem Zug nach Sant Pol de Mar gemacht, ein entlegener Küstenort ca. 40 km außerhalb von Barcelona. Bei diesem Ausflug hat sich bestätigt, was mit schon vorher von einigen Spaniern gesagt wurde: Die einheimischen aus Barcelona fahren über das Wochenende raus aus Barcelona in die umliegenden Orte/ Städte. Der Zug war sowohl auf der hin als auch auf der Rückfahrt total überfüllt und der gesamte Ort war voll mit Menschen die zum Strand wollten. Um der Menschenmasse etwas zu entfliehen habe ich mich dazu entschieden, eine Wanderung durch die Ortschaft zu machen und erst später an den Strand zu gehen. Diese Entscheidung hat sich als super herausgestellt, da ich durch diese Wanderung die Gelegenheit bekommen habe den Ort besser kennenzulernen und einfach durch dessen Straßen zu laufen. Sant Pol de Mar ist ein typischer kleiner Ort an der Südküste Spaniens wo viele Ferienhäuser stehen. Allerdings nicht zur Vermietung sondern tatsächlich von einheimischen, die anscheinend über das Wochenende oder die Ferien dorthin kommen. Des Weiteren ist der Ort bis auf den Strand sehr ruhig und es gibt kaum etwas zu unternehmen. Wirklich toll ist der Blick von kleineren Bergen nahe der Küste auf den Ort und den Strand, da sich besonders toll als Fotomotiv die bergige Landschaft der Küste hinter dem Ort macht.

2022 Praktikum Barcelona5 2 380x480Die vergangene Woche hat sich schon etwas mehr nach „Alltag“ angefühlt. So langsam kommt man in die täglichen oder auch wöchentlichen Abläufe sowohl des privaten als auch des beruflichen Lebens hinein. Zum Beispiel gewöhnt man sich daran ohne vorheriges nachschauen der Route mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren aber auch das durch die Stadt laufen zu bestimmten Zielen fällt einem deutlich einfacher und dieses „Zur Sicherheit nochmal nachschauen wo es entlanggeht“ entfällt.Die Stadt kommt einem etwas vertrauter vor und auch die kulturellen Unterschiede wirken nicht mehr total merkwürdig, z.B.: so spät zu essen (in Spanien üblicherweise ab 21:30-22:00).

Auf der Arbeit kennt man inzwischen die Abläufe der wöchentlichen Meetings schon ganz gut und es fällt einem auch leichter, die Themen zu verstehen die dort besprochen werden. Es gibt einen wöchentlichen Comm-Cell, an dem alle Mitarbeiter des IPZ ServiceCentersSpain teilnehmen, in diesem werden z.B. Fortschritte von Projekten die sehr viele Bereiche betreffen besprochen aber vor allem wichtige Informationen über Urlaube, Personalveränderungen oder auch Veränderungen im Arbeitsablauf besprochen. Darüber hinaus gibt es auch die wöchentlichen Team-Meetings, an denen nur die Mitglieder der jeweiligen Teams teilnehmen und wo es deutlich mehr ins Detail geht. In diesen Meetings wird die Arbeitsaufteilung in den jeweiligen Teams besprochen und ein jeder teilt aktuelle Fortschritte oder Themen mit denen er beschäftigt ist und hält somit alle im Team über seine Arbeitsaktivität auf dem laufenden. Des Weiteren werden hier Probleme angesprochen, die im Arbeitsablauf sowohl intern als auch extern festgestellt worden sind und es wird gemeinsam versucht an einer Lösung zu arbeiten.

2022 Praktikum Barcelona5 380x480Wie wichtig es ist, dass alle im Team über die Aktivitäten der anderen informiert sind zeigt sich aktuell in der Urlaubs-Hochsaison, wo viele Mitarbeiter im Urlaub sind. Die anderen Kollegen müssen vom einen auf den anderen Tag alle Aufgaben der abwesenden übernehmen - zusätzlich zu ihren eigenen. Insbesondere wenn diese Gespräche tief ins Detail gehen ist es anfänglich sehr schwierig gewesen, diesen zu folgen. Nach einiger Zeit und eigener Arbeit lässt sich jedoch das gesamte Bild der Arbeit des IPZ ServiceCenters genauer zeichnen und somit ist es auch viel einfacher den Gesprächen zu folgen.

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