Liebe Auszubildende! Liebe Schüler*innen! Liebe Eltern!

Die dritte Woche ohne regulären Schulunterricht ist nun fast zu Ende und danach werden weitere zwei Wochen Osterferien folgen, in denen Sie nicht wie gewohnt Aktivitäten oder gar Reisen nachgehen können, auch soziale Kontakte sind auf ein Minimum beschränkt. Wie es nach den Ferien weitergeht, hängt von politischen Entscheidungen und der Frage ab, ob es gelingt, die schnelle Ausbreitung von Covid-19 zu bremsen. 

Die aktuelle Situation bedeutet für einige von Ihnen, dass Sie in Ihrem Ausbildungsbetrieb zeitlich mehr eingebunden sind und somit auch – insbesondere im Lebensmitteleinzelhandel – eine enorme Belastung. Für einige von Ihnen, die nicht im Betrieb eingesetzt werden (können), ist damit die Tatsache verbunden, zunächst viel Zeit für sich selbst zu haben. Die Schüler*innen unserer Vollzeitbildungsgänge sind ebenfalls mit einer völlig neuen, unbekannten Situation konfrontiert. Den Umstand, in dieser Ausnahmesituation viel Zeit zu haben, kann man durchaus als Chance sehen, endlich einmal die Dinge zu tun, die man sich schon lange vorgenommen hat und für die immer keine Zeit war: mal ein gutes Buch lesen, endlich mal den Schreibtisch aufräumen, Spiele mit der Familie spielen, Fotobücher fertigmachen und so weiter.

Die viele und ungewohnte freie Zeit ist aber auch eine Belastung. Vielleicht geht es Ihnen so:

  • Ich langweile mich und vermisse meine Freunde. Ich bin unausgeglichen und weiß nichts mit mir anzufangen.
  • Bei uns zu Hause sind alle gereizt. Wir gehen uns schnell auf die Nerven und streiten viel mehr als sonst. Dadurch fühle ich mich unwohl.
  • Bisher konnte ich mehrmals in der Woche Mannschaftssport machen. Jetzt kann ich nur noch allein oder zu zweit mit jemandem aus meiner Familie trainieren.
  • Wir haben viele Aufgaben bekommen, aber ich weiß nicht richtig, wie ich diese an¬gehen soll. Ich kann mich nicht gut organisieren und es fehlt mir an Motivation.
  • Es ist alles so ungewiss, was alles noch kommen wird und wie lange die Krise dauern wird. Ich kann gar nichts planen und weiß nicht, wie es für mich weitergehen wird.
  • Meine Prüfungen oder Klassenarbeiten sind verschoben und stehen mir bevor. Ich hatte doch schon so gut gelernt und habe Angst, alles wieder zu vergessen. Je länger ich war¬ten muss, desto größer wird meine Prüfungsangst.
  • Ich habe Angst davor, wie sich die Wirtschaft entwickeln wird. Vielleicht wird in mei¬ner Familie jemand arbeitslos und wir werden finanzielle Krisen zu überstehen haben.
  • Corona und die vielen Nachrichten dazu machen mir Angst. Ich habe Sorge, dass Men¬schen in meinem Umfeld erkranken und sogar sterben könnten.

Wenn solche Gedanken öfter kommen und länger andauern, können sie zu einer schwerwiegenden Belastung werden. Deshalb ist es gut, wenn man mit jemandem sprechen kann!

Auch wenn gerade kein regulärer Schulbetrieb ist, stehen neben den Klassenlehrer*innen die Schulsozialarbeit und das Beratungsteam unseres Berufskollegs zur Verfügung. Sie können uns einfach eine E-Mail schreiben, um Kontakt aufzunehmen. Gerne können auf diesem Weg dann auch Termine für eine telefonische Beratung vereinbart werden. Die Kontaktdaten finden Sie weiter unten!

Hier ein paar weitere Tipps für die „schnelle Hilfe“:

  • Sie haben für Prüfungen schon gelernt. Das Wissen lässt sich schnell wieder aktivieren, wenn die Prüfungen oder Arbeiten dann angekündigt werden. Es wird darauf geachtet, dass Sie die Termine rechtzeitig erfahren.
  • Lesen Sie die Corona-Nachrichten nur auf seriösen Seiten, z.B. von der Weltgesundheitsorganisation WHO, Unicef oder großen deutschen Tages- und Wochenzeitungen, z.B. dem Spiegel. Zudem hat der Virologe Christian Drosten einen Info-Podcast beim NDR.
  • Finden Sie jeden Tag (am besten abends vor dem Schlafengehen) drei Dinge, die an diesem Tag gut waren. Das können Kleinigkeiten sein. Seien Sie dankbar für diese schönen Dinge und versuchen Sie mit diesen Gedanken einzuschlafen.
  • Machen Sie anderen eine Freude. Verschicken Sie an Familie oder Freunde ein nettes Bild oder eine Videobotschaft, dann können andere miterleben, was sich bei Ihnen gerade so tut.
  • Denken Sie daran, dass wir in einem Land und zu einer Zeit mit sehr guten Möglichkeiten für Medizin und Versorgung leben. Historisch gesehen waren die Möglichkeiten noch nie so gut, um Krisen zu überstehen.
  • Denken Sie immer daran: All denen, die dir lieb und wichtig sind, geht es momentan genauso wie Ihnen. Deshalb können viele Sie gut verstehen und man kann sich im Gespräch näherkommen. Gemeinsame Erfahrungen verbinden!
  • Helfen Sie denen, die Hilfe brauchen. Vielleicht brauchen Ihre Eltern Unterstützung im Haushalt oder Sie können Freunden, die mit den Aufgaben nicht zurechtkommen, etwas erklären. Es ist schön, gebraucht zu werden, etwas Sinnvolles zu tun! Aus Krisen gehen wir gestärkt hervor, wenn wir darin Solidarität erfahren.

 Wenn Sie weitere professionelle Hilfe benötigen, können Sie auch die Hilfetelefone nutzen, z. B.:

  • die Nummer gegen Kummer: Elterntelefon: 0800-111 0 550, Kinder- und Jugendtelefon: 116111
  • die Telefonseelsorge: 0800-111 0 111, 0800-111 0 222 oder 116 123
  • Beratungsstelle Bethel: 0521-32 96 62 10
  • bei Gewalt in Familien: 08000 - 116 016
  • Mädchenhaus Beratungsstelle: 0521 17 30 16
  • weitere Angebote macht die regionale Schulberatungsstelle der Stadt Bielefeld: 0521 51 69 16

Kontaktadressen des CSBWV-Beratungsteams:

Schulsozialarbeit:

  • Cornelia Weber (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) Telefon: 0152 22903102

Beratungslehrer*innen:

  • Tereza Maric (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)
  • Sabrina Dautzenberg (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)
  • Jutta Rüpke (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)
  • Sabrina Buchholz (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)
  • Maike Blome (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)
  • Christian Blome (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)
  • Bastian Banse (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)
  • Andreas Föste (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

Weitere Informationen: